Sonnentor

Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie viele Unternehmen es in Österreich gibt, die die SINNmaximierung über die Gewinnmaximierung stellen?

Ich habe mich ein bisschen umgesehen, mich umgehört und möchte dir ab jetzt, alle paar Wochen eine dieser Firmen vorstellen und die Menschen und ihre Träume und Visionen vor den Vorhang holen.


Starten möchte ich mit

SONNENTOR


Johannes Gutmann, den ich bereits persönlich kennenlernen durfte, ist einer meiner großen Vorbilder, was Unternehmensführung, die Wertschätzung seinen Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden gegenüber, seine Einstellung wann eine Idee als erfolgreich gilt, der Umgang mit Ressourcen und der Natur…betrifft

Bio von Anfang an

Johannes Gutmann war schon leidenschaftlicher Bio-Verfechter, als es das Wort "bio" noch gar nicht gab. In den 80er-Jahren machte man sich allgemein um die Nahrung nicht so viele Gedanken - wo's herkommt, was drin ist oder die Anbauweise - "jo eh". Gutmann hatte jedoch so ein Gespür, dass der biologische der beste Weg für die Gesundheit, die Umwelt und unsere Zukunft ist. Und so hatte er eine zündende Idee.

Eine Idee, die weder mit offenen Armen noch Begeisterung aufgenommen wurde. Regionale Bio-Produkte zusammen unter einem Dach der lachenden Sonne - einem alten Waldviertler Symbol - vertreiben? Seine "Schnapsidee" wurde 1988 belächelt. Also zog der 23-jährige als Einmann-Unternehmen mit seinen Kräutern von Bauernmarkt zu Bauernmarkt, und wurde bald zum "bunten Hund". Neben den erstklassigen Bio-Produkten halfen ihm seine Markenzeichen - eine jahrzehntealte Lederhose und eine runde rote Brille - beim Durchbruch.

Bald kannten mich alle in der Region als den Spinner mit der Lederhose und die Mundpropaganda machte mein kleines Unternehmen bekannt und zunehmend interessant.

Schön langsam konnte er einige Bauern für sein Kräuterunternehmen gewinnen. Oma Zach, Familie Bauer und Kurt Kainz waren die ersten, die sich von unserem Johannes mitreißen ließen. Mittlerweile gehören rund 300 Bauern zur SONNENTOR Familie.


WIR SIND HALT ANDERS

Das Prinzip "Leben und leben lassen".

Aus Johannes Gutmann ist ein erfolgreicher Geschäftsmann geworden, dennoch hat er sich kaum verändert. Er trägt nach wie vor die rote, runde Brille, seine alte Lederhose und seine Grundsätze mit sich. Darum fährt er auch nicht im Porsche, sondern mit dem Fahrrad zur Arbeit.

Wenn's um wirtschaftlichen Erfolg geht, finden wir, dass alle etwas davon haben sollten, und nicht nur ein paar wenige, wie ein CEO oder Aktionäre. Daher praktizieren wir Gemeinwohl-Ökonomie.


Gutmann ist kein Chef wie viele, und SONNENTOR auch keine Firma wie jede andere, bei der es um Profit und Gewinnmaximierung geht. Bei der die Mitarbeiter nur Rädchen sind, die zu funktionieren haben. Kann gut sein, dass es an unseren "Waldviertler Sturschädeln" liegt, aber wir sehen vieles ein bisschen anders. Zum Beispiel, was Mensch und Natur und das gemeinsame Miteinander angeht. Leben und leben lassen, gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung, fruchtbare Kooperationen: das ist unsere Philosophie.

Wir können nicht die ganze Welt verändern, aber uns reicht auch schon ein Stück.


Ich habe auch ein kleines Video von Johannes Gutmann für dich.

https://youtu.be/_hv8ZbCzW-8