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Rezyklat:

Wieso Plastikmüll kein Müll ist, sondern als wertvoller Rohstoff mehrere Leben verdient hat.


Verschmutze Wälder und Wiesen, im Meer und in Flüssen treibender Plastikmüll: Bilder von unachtsam in der Natur entsorgten Abfällen sind allgegenwärtig. Es ist die Stunde der Sekundärrohstoffe. Dabei handelt es sich um Altpapier, Altglas und Altplastik, das Grundlage für neue hochwertige Produkte sein kann. So werden Rohstoffe im Kreislauf gehalten und Ressourcen geschont. Gut für uns, gut für die Umwelt!#


Was sind Rezyklate?

Was im Bereich des Altpapier-Recyclings bereits lange Tradition hat, wird nun auch in Bezug auf Plastik stark forciert: Das Wiederverwerten von Kunststoffen. Denn auch wenn der massive Einsatz von Plastik in Industrie und Handel zurecht in der Kritik steht, ganz wegzudenken aus unserem Alltag, ist es nicht. Als Verpackungsmaterial und Werkstoff bietet Plastik eine Reihe von Vorteilen: Es ist günstig in der Produktion und dabei leicht und langlebig.

Die Lösung für dieses vermeintliche Dilemma sind also Rezyklate. Dabei handelt es sich um Verpackungsmaterialien und Produkte aus Kunststoffen, die vollständig oder zu einem gewissen Teil aus recyceltem Plastik bestehen.


Wo kommen Rezyklate zum Einsatz?

Kunststoff-Rezyklate können sowohl zu Lebensmittelverpackungen als auch zu Gebrauchsgegenständen verwertet werden. Dass Rezyklate nicht minder gut als ihre „Eltern“ sind, beweist die dm Marke alverde. Sie setzt bereits im großen Stil auf Rezyklate: Bei über 50 verschiedenen Tuben werden zur Hälfte Rezyklate beigemengt.


dm startet in Österreich ein Pilotprojekt, wo in Testmärkten hinter den Kassen Recyclingboxen aufgestellt werden.


Der Drogeriemarktbetreiber will herausfinden, ob seine Kunden leere Shampoo- und Reinigungsflaschen wieder in die Märkte zurückbringen. Daraus könnte dm aus den gesammelten Kunststoffflaschen das geehrte Rezyklat herstellen, um daraus neue Verpackungen zu produzieren.


Das Ziel des Drogeriemarktbetreibers: Bis 2050 sollen 90% ihrer Nonfood-Kunststoff-Verpackungen mindestens zur Hälfte aus Rezyklat bestehen. Das Erreichen dieses ambitionierten Ziels hängt laut dm’s Geschäftsführerin davon ab, wie die Tests angenommen werden.